Sicher im Netz Teil 4

Sicher im Netz – Regel 8, 9 und 10

In den vorangegangenen drei Teilen  von „Sicher im Netz“ wurde die Wichitigkeit des Grundschutz eines PCs sowie auf was man achten muss, wenn man im Internet einkaufen will, Software installieren oder Bankgeschäfte machen will. Aber auch auf was man im Mailverkehr achten muss. Im vierten und letzen Teil gibt es noch Tipps zu privaten Informationen und Passwörtern, Angebote als Waren- oder Finanzagenten sowie Informationen über die Risiken von Apps und Abofallen.

8. Private Informationen und Passwörter

Die wenigstens würden im wirklichen Leben einem kaum Bekannten sein Privatleben offenbaren. Aber auch Online sollte darauf geachtet werden, wer welchen Zugang zu privaten Informationen bekommt. Vor allem im Internet gibt es noch viel mehr Unbekannte, die leicht Zugriff auf schlecht abgesicherte persönliche Daten bekommen kann. Deshalb ist es wichtig, den Zugang zu privaten Informationen zu beschränken.

Eine Möglichkeit ist es, die Informationen (auch Fotos, Videos, …) gar nicht ins Internet zu stellen, so ist der Zugriff auch stark eingeschränkt. Wenn die Daten dann doch im Internet sind, sollte in entsprechenden Foren, Communitys und sonstigen sozialen Netzwerken, den Zugang auf Fotos, Videos und Kontaktdaten auf gute Bekannte eingeschränkt werden.

Je weniger von der eigenen Privatsphäre frei zugänglich ist, desto weniger Angriffsfläche wird potenziellen Tätern und anderen unbefugten Nutzern geboten. Seien sie immer vorsichtig bei der Weitergabe Ihrer Mailadresse oder bei der Eintragung Ihrer Daten in Internetformularen. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Daten weitergegeben und missbraucht werden können.

Bei vielen Onlineservices muss man sich als Nutzer registrieren, oft werden Benutzername und Passwort festgelegt, aber verwenden Sie soweit wie möglich, nicht das gleiche Passwort für mehrere Dienste – etwa Mail-Konto, Onlineshops und Communitys. Je länger das Passwort ist, desto schwerer ist es zu knacken.

Ein Passwort sollte immer mindestens 8 Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Damit man sich ein solches Passwort auch leicht merken kann, sollte man sich einen Satz überlegen und von jedem Wort den ersten Buchstaben sowie alle Zahlen und Sonderzeichen verwenden.

Beispiel: Wähle ein Passwort, das man sich merken kann! – W1P,dmsmk!

Man könnte aber auch noch statt Buchstaben, Ziffern nehmen, die sich ähnlich schauen, statt S 5 oder 4 statt A, oder 3 anstellen von E. In unserem Beispiel könnte das Passwort dann W1P,dm5mk! heißen.

Wer sich die zahlreichen Codes nur noch schwer merken kann, dem können so genannte Passwort-Safes helfen. Das sind PC-Programme, mit denen man Passwörter, PINs und Geheimzahlen sicher abspeichern kann. Der Anwender braucht sich nur noch ein Passwort zu merken.

WICHTIG: Speichern Sie niemals Passwörter (PIN, TAN, …) auf dem PC ab.

ACHTUNG: Mitarbeiter von Banken werden Sie nie nach Zugangsdaten fragen. Sollte eine solche Anfrage per Mail kommen, stammen diese in der Regel ausschließlich von Betrügern.

9. Angebote als Waren- oder Finanzagenten

Im Internet oder per Mail gibt es häufig Angebote als Waren- oder Geldvermittler zu arbeiten, diese sind konsequent abzulehnen. Der Vermittler dient den Tätern zur Verschleierung ihrer Identität. Nutzer, die sich auf solche unseriösen Angebote einlassen, betreiben Beihilfe zum Betrug oder der Geldwäsche und können mit strafrechtlichen Folgen oder Schadenersatzansprüchen rechnen.

10. Apps und Abofallen

tmp66B4Bedenken Sie, dass Apps Kosten verursachen und sensible Nutzerdaten übertragen können. Beachten Sie beim Installieren von Apps, dass nicht immer alle Funktionen die angefordert werden, für das Funktionieren der App nicht immer notwendig sein (warum sollte eine Taschenlampe-App Zugriff auf das Adressbuch oder GPS-Daten benötigen).

Installieren Sie Apps immer nur über die offiziellen App-Shops, da diese überprüft werden bzw. bei Problemen mittels Fernlöschung von Ihrem Handy entfernt werden können. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich kostenlose Apps installieren.

Was für Apps gilt, dass gilt auch für Online-Dienste bei denen eine Registrierung erforderlich ist. Neben der großen Menge an seriösen Werbeangeboten gibt es immer auch Fallen, bei denen versteckte Bestellungen oder Abo-Verträge abgeschlossen werden. Die Nutzer werden in den seltensten Fällen ausreichend über die Vertragsbedingungen und Preise informiert. Meist merkt man dies erst wenn Rechnungen oder Inkassoschreiben eingehen.

Hilfestellungen hierbei bietet einerseits die Watchlist des Internetombudsmannes, der auch als außergerichtliche Schlichtungsstelle in Streitfragen fungiert. Im Internet zu finden unter www.ombudsmann.at.

 

Für alle die sich die 10 Regeln im sichern umgang mit dem Internet gesammelt ausdrucken wollen, haben wir diese noch einmal übersichtlich in einem PDF zusammengefasst: ICTE Leitfaden: Sicher im Netz.

By | 2014-11-20T15:21:05+00:00 November 20th, 2014|Allgemein, IT, Sicherheit|0 Comments

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