Registrierkassenpflicht & Kassensysteme

Registrierkassenpflicht & Kassensysteme

Mit dem Steuerreformgesetz, das am 7.7. 2015 vom Nationalrat beschlossen wurde, gibt es einige Änderungen für Unternehmen, die überwiegend Barumsätze haben. Der Begriff „Barumsatz“ umfasst auch Zahlungen mit Bankomat- oder Kreditkarte, das Bezahlen mit Schecks oder Gutschscheinen, Bons u.ä..

Bisher war es für Unternehmen, mit einem Jahresumsatz bis € 150.000,–, einen Kassasturz zu machen, dass ist aber bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr erlaubt.

Registrierkassenpflicht

Unternehmen müssen für die Einzelerfassung der Barumsätze ein elektronisches Aufzeichnungssystem (Registrierkasse) verwenden, wenn

  • der Jahresumsatz größer als € 15.000,– und
  • die Barumsätze des Betriebes € 7.500,– überschreiten.

Ab dem erstmaligen Überschreiten der o.a. Grenzen ist der Unternehmer mit Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldezeitrums für die Umsatzsteuer (Kalendermonat oder Kalendervierteljahr) verpflichtet ein geeignetes Kassensystem zu haben.

Belegerteilungspflicht

Jeder Betrieb ist ab 1.1.2016 verpflichtet bei Barzahlungen einen Beleg zu erstellen und dem Käufer auszuhändigen. Dieser hat den Beleg entgegen zu nehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitzunehmen. Ein Beleg muss folgende Merkmale aufweisen:

  1. Bezeichnung des leistenden/liefernden Unternehmens
  2. fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlereihen, die zur Identifzierung des Geschäftsvorfalls einmalig vergeben werden
  3. Tag der Belegausstellung
  4. Menge und handelsübliche Bezeichnung der Ware oder Dienstleistung
  5. Betrag der Barzahlung

Der Unternehmer muss eine Durchschrift oder Elektronische Abspeicherung des Belegs machen und diesen den steuerrechtlichen Bestimmungen entsprechend sieben Jahre aufbewahren.

Die Bestimmungen Kassen- und Belegerteilungsplficht treten grundsätzlich ab dem 1.1. 2016 in Kraft. Ab 1.1. 2017 müssen alle Kassensystem zusätzlich über einen Manipulationsschutz verfügen. Bis dahin ist eine Nutzung von „Altautomaten“ ohne Nachrüsten möglich, sofern die Inbetriebnahme vor dem 1.1. 2016 erfolgt ist.

Für die Anschaffung oder Umrüstung eines Kassensystem ist eine beim Betriebsfinanzamt beantragbare Prämie in Höhe von € 200 pro Kassensystem (max. aber €30 pro Erfassungseinheit) vorgesehen. Diese Prämie kann bei der jeweiligen Steuererklärung geltend gemacht werden und wird auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben. Die Ausgaben müssen aber vor dem 1.1. 2017 erfolgen, damit die Prämie in Anspruch genommen werden kann.

Ausführliche Information zur Registrierkassenpflicht sind auf der Homepage des BMF erhältlich.

Kassensysteme von CASIO

Mögliche Kassensysteme, welche die Anforderung des Gesetzes erfüllen sind die Kassensysteme von CASIO. Die Systeme haben Android als Betriebssystem und starten daher in ca. 5 Sekunden, ein kompletter Neustart dauert ca. 10 Sekunden. Die Geräte sind lüfterlos und durch das vom Tablet und Smartphone bekannte Bedienkonzept einfach bedienbar. Sollte der Strom mal ausfallen, ist das Geräte auch innerhalb von wenigen Sekunden wieder beim letzen Bonierstatus, so dass keine Buchungen verloren gehen.

Im Lieferumfang der Kassensysteme ist die Gastro-/Handelssoftware KlarCash und die Fiskalsoftware C.E.S. von CASIO enthalten. Die Updates sind aktuell kostenlos erhältlich.

Zur Auswahl stehen

  • eine kompakte 10,4″ AIO Lösung (V-R 100)
  • ein 15,6″ Variante mit WLAN und Bluetooth (V-R 7100)
  • eine mobile Kasse – ideal für unterwegs (V-T 500)

Alle Geräte haben eine 2 Jahre Garantie vom Hersteller – teilweise mit einem  48-Stunden Austauschservice.

Weitere Informationen zu den Kassensystemen und Service erhalten Sie bei uns.

By | 2015-09-15T12:51:56+00:00 September 15th, 2015|Hardware, IT, Kassensysteme|0 Comments

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