Bestens informiert für 2018: Das war das 1. Murtaler IT Forum

IT Sicherheit und Datenschutz war das große Thema beim ersten Murtaler IT Forum am 3. Oktober 2017 letzte Woche: Um kurz nach 9 Uhr begrüßten Michael Schirnhofer und Jürgen Ebner die Gäste sowie die weiteren Vortragenden DDr. Armin Sparrer und Stefan Holzapfel der Informationsveranstaltung. Nach einer kurzen Vorstellung des MT Innobase durch Michael Schirnhofer, begann Jürgen Ebner von ICTE mit dem Vortrag warum IT Sicherheit und Datenschutz besonders wichtig sind:

Einerseits sind Unternehmen bereits durch Gesetze und Vorschriften dazu verpflichtet Daten vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Andererseits schadet ein ein Sicherheitsvorfall aber auch den Ruf eines Unternehmens immens – daher sollte sich jeder Verantwortliche dem Thema IT Sicherheit widmen! Denn was ab 2018 auf alle Fälle passieren wird? Künftige GeschäftspartnerInnen müssen sich mit der neuen DSGVO vielmehr die Frage stellen, ob Partnerunternehmen verlässlich und sicher sein werden. Niemand vermutet es, aber Cyberattacken treffen oft auch kleinere, unbekanntere Unternehmen und die Cyberkriminellen erhoffen sich durch deren Pforten an die Daten von den ganz Großen heranzukommen.

Steht die IT, steht heutzutage fast alles

Auch die Produktivität eines Unternehmens leidet bei einem Sicherheits-Vorfall. Steht die IT, steht heutzutage fast alles: MitarbeiterInnen die nicht weiterarbeiten können, der Verkauf, der sein Produktportfolio nicht abrufen kann oder Aufträge nicht annehmen kann, der Einkauf, der benötigstes Material nicht ordern kann, etc. – wie viel so ein IT Ausfall kostet hat Jürgen Ebner bei seinem Vortrag sehr detailliert beschrieben:

  • Kosten für externe Dienstleister (IT Experten, Anwälte, …)
  • Konventionalstrafen für Verzögerung
  • Umsatzausfall durch nicht wiederholbaren Umsatz
  • Kosten für Überstunden und/oder Zuschläge der Mitarbeiter um verlorene Arbeitszeit nachzuholen
  • Imageverlust bei den Kunden und Lieferanten

Im Anschluss gab es einen Workshop zum Thema „Europäische Datenschutzgrundverordnung“ mit DDr. Sparrer von der Kanzlei Novak-Kaiser. In den knapp 1,5 Stunden hat Dr. Sparrer die wichtigsten Aspekte der ab 25. 5. 2018 gültigen Verordnung erläutert. Da das Thema sehr umfangreich ist, hat sich Herr Dr. Sparrer bereit erklärt, einen Gastbeitrag zum Thema „Europäische Datengrundschutzverordnung“ zu verfassen, den wir demnächst veröffentlichen werden.

DIY: Cyberangriffe lassen sich leider sehr einfach starten

Nach einer kurzen Pause demonstrierte  Jürgen Ebner von ICTE, wie einfach sich ein Cyberangriff starten lässt und wie die Profis im „Darknet“ arbeiten. Unser geliebtes Internet ist eigentlich ähnlich wie ein Eisberg: Es besteht aus einem kleinen sichtbaren Teil und einem noch größeren nicht sichtbaren Teil, das Darkweb. Das Darkweb wurde eigentlich vom US Militär und Geheimdienst zur sicheren Kommunikation und Datenaustausch verwendet. Im Gegensatz zum World Wide Web – den sichtbaren Teil des Internets – wird für das Darkweb ein eigener Browser verwendet, der für den Verbindungsaufbau benötigt wird. Hier wird über ein „Tor“ Zugriff auf das Netzwerk gewährleistet und die Verbindung wird über mehrere Rechner aufgebaut, so dass ein Rückschluss auf den eigentlichen Anwender nicht mehr möglich ist!

Dadurch kann man Anonym in dem Darkweb surfen. Zahlreiche Kriminelle interessieren sich für Webshops mit Produkten, wie Drogen, Waffen und krimineller Dienstleistungen, wie Auftragsmord, Hacking, etc. Erschreckend oder? Das ist leider eine Tatsache! Diese Shops präsentieren sich durchwegs professionell, bieten ihr Service auch über Treuhänder an. Neben der Feedback Möglichkeit zu beauftragten Leistungen, werden dort auch Jobs mit realen Verträgen angeboten.

Umso wichtiger ist es, sich selbst zu schützen und nicht unwissend zu sein: Welche Bedrohungen sind aktuell? Dazu gab es Input von Stefan Holzapfel, Ikarus Security Software. Er widmete sich in seinem Workshop den aktuellen Bedrohungen – Ransomware & Co –  und berichtete den Anwesenden zahlreiche Beispiele von aktuellen Angriffen. Er erzählte auch, wie wichtig es ist, dass die Sicherheitsstrategie für alle gelten soll, da das beste Sicherheitskonzept nur so gut ist, wie das schwächste Glied der gesamten Kette.

Ergänzend gab es speziell für Unternehmer noch einfache Maßnahmen und Tipps von Jürgen Ebner: Wie hebt man die IT Sicherheit im Unternehmen? Hier ist besonders zu betonen, dass die IT Sicherheitsstrategie zu den Aufgaben der Unternehmensleitung gehören und die IT Sicherheit Teil der Unternehmensphilosphie sein soll. Es muss jedem bewusst sein, dass die größte Schwachstelle in einem Sicherheitskonzept der Mensch selbst ist und deshalb ist es auch wichtig, alle Mitarbeiter für das Thema IT Sicherheit und Datenschutz zu sensibilisieren.

Im Anschluss und bei Brötchen und Getränken, gab es die Möglichkeit sich mit den Vortragenden auszutauschen. Wir freuen uns über das erstes erfolgreiches Murtaler IT-Forum und kommen im Frühjahr mit einer nächsten Ausgabe: Das Organisations-Team ist für Vorschläge von Themen und Vortragenden offen und steht für Feedback unter info@icte.biz gerne zur Verfügung.

 

By | 2017-10-10T14:21:12+00:00 Oktober 12th, 2017|Allgemein|0 Comments

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