Ist sie Chance oder Feind? Digitalisierung für KMUs

//Ist sie Chance oder Feind? Digitalisierung für KMUs

Ist sie Chance oder Feind? Digitalisierung für KMUs

Die Nutzung neuer Technologien und Methoden der Digitalisierung steckt noch in den Kinderschuhen: Vorallem kleine und mittlere Unternehmen und Betriebe (KMUs) stehen hier vor großen Herausforderungen. Doch eine erste technische Basis zu schaffen ist einfacher als viele oft denken! Und Digitalisierung bietet Unternehmen enormes Potenzial für mehr Wachstum. Erkennen Sie die Chancen und Vorteile!

Wie eine Umfrage von EMC bei österreichischen KMUs zeigt, stecken wir noch in der frühen Phase der Digitalisierung. Gegenüber großen Unternehmen laufen wir KMUs Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Doch warum ist das so? Die Gründe dafür liegen laut der Umfrage vor allem daran:

  • Mangel an Budget und Ressourcen
  • Fehlen einer schlüssigen Strategie und Vision
  • Datenschutz- und Sicherheitsbedenken
  • Informationsüberflutung
  • Reifegrad der digitalen Kultur: Fehlen von Harmonisierung und Kooperation innerhalb des Unternehmens

Betrachten wir es anders: Als die große Chance!

Wir wollen oft nicht so viel investieren und somit auch riskieren. Doch sind es noch die richtigen Dinge auf die wir setzen? Oder wird es Zeit neue Wege zu gehen? Die Digitalisierung ist unaufhaltsam und kein Unternehmen wird den Trend unbeschadet aussitzen können. Damit Firmen in Zukunft weiterhin erfolgreich sind, müssen diese durch den Einsatz von digitaler Technologie bestehende Geschäftsmodelle weiterentwickeln und neue Geschäftsfelder erschließen. Machen wir die Digitalisierung nicht zum Feind sondern sehen wir sie als die große Chance!

84 % der befragten haben bereits Unternehmen erkannt, dass Digitalisierung eine wichtige Rolle in Unternehmen spielt. Und noch wichtiger: Dieses Thema ist nicht alleinige Aufgabe eines IT Verantwortlichen innerhalb des Unternehmens. Es betrifft alle! Die Geschäftsführung und das Management sind für die strategische Ausrichtung verantwortlich. Sie müssen verstehen, welche Auswirkungen und welche Potenziale die Technologie auf das bestehende und zukünftige Geschäft hat. Nur so kann der Wandel aktiv gestaltet werden.

Potenziale in der Digitalisierung erkennen

Woran denken Sie beim Wort „Digitalisierung“? Viele Geschäftsführer und Inhaber von kleineren Betrieben denken schnell an riesige Rechenzentren oder Big Data. Doch die Realität sieht oft ganz anders aus. Bei der Digitalisierung geht es für die Mehrheit der KMUs um viel einfachere und ganz grundlegende Dinge, die über den geschäftlichen Erfolg entscheiden. Wie zum Beispiel:

  • Kundengewinnung und Kundenbindung
  • Effizientere Verwaltung und Organisation
  • Optimierung der Lieferkette, Produktion und Service
  • Nutzung von Daten für geschäftliche Entscheidungen

Die Vorteile für KMUs

Wie kann nun ein Vorteil durch den Einsatz digitaler Technologien gezogen werden? Als Beispiel zur Kundengewinnung gibt es ideale Instrumente um heutzutage Neukunden anzusprechen: Durch eine professionell gestaltete Website und einer Präsenz in unterschiedlichen Social Media Kanälen. Und das funktioniert meist sogar kostengünstiger als im Vergleich zu klassischen Medien, wie Zeitungs- oder Bannerwerbung.

Roland Berger legt in seinen Thesen zu Social Media dar, dass es heutzutage viel mehr um Marketing und Kundenkommunikation in den Online-Kanälen geht um weiterhin erfolgreich zu bleiben. Dafür sind Kanöle wie Facebook, Twitter, LinkedIn oder Xing ideal für Unternehmen nutzbar.

Der Einsatz von Geschäftsanwendungen, Software für Enterprise Ressource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM), die Nutzung der Cloud, mobile Kommunikation und Tools zur Kollaboration optimieren und beschleunigen die Organisation von KMUs.  Gleichzeitig helfen diese Technologien, die Kommunikation und Beziehung zu Geschäftspartnern, Lieferanten und Kunden zu verbessern. Dabei gewonnene Daten helfen, schneller und genauer die Stärken und Schwächen des eigenen Geschäftes zu erkennen und zu analysieren. Damit kann man das eigene Business und Prozesse optimieren.

Wir haben 4 Tipps um die Digitalisierung erfolgreich voranzutreiben

Packen wir es an! Wir haben ein paar praktische Tipps zusammengetragen, um schneller mit dem Thema Digitalisierung voranzukommen.

1. Hinterfragen Sie bestehende Prozesse

Wichtig für eine erfolgreiche Digitalisierung ist es offen gegenüber Neuem zu sein: Hinterfragen Sie Ihre internen und Unternehmens-übergreifenden Prozesse. Diese sind oft historisch gewachsen und bieten viele Ansätze für sinnvolle Digitalisierung. Zum Beispiel Ihre Papierablage, Buchhaltungsordner, etc. – wird es Zeit hier Prozesse zu vereinfachen und diese in die digitale Welt zu befördern? Hinterfragen Sie außerdem Ihr  bestehendes Geschäftsmodell. Besteht es in der Kommunikation und Kundenansprache in den nächsten Jahren? Oder wird es Zeit zu handeln? Holen Sie sich hierbei unbedingt einen externen Berater und den professionellen Blick von Außen zur Hilfe.

2. Digital- und Onlinestrategie

"Die größte Macht hat das richtige Wort zur Richtigen Zeit" - Mark Twain

Wer Neuheiten nach außen trägt, zeigt seinen Kunden, dass er sich geändert hat. Nutzen Sie Social Media und Online Marketing zu Ihrem Vorteil. Passen Sie Ihren Webauftritt und damit verbunden Ihre Inhalte an die neuen Gegebenheiten an. Damit wirken Sie modern und Sie schaffen Vertrauen bei bestehenden und auch potenziellen neuen Kunden.

3. Vorbildwirkung als Digital Leader

Was nach außen getragen wird, will nach innen gelebt werden! Passen Sie auch Ihre Arbeitsweise innerhalb des Unternehmens an. Seien Sie als Geschäftsführer und Digital Leader ein Vorbild gegenüber Ihren Mitarbeitern und Partnern im Transformationsprozess. Überarbeiten und definieren Sie Ihre Prozesse neu:

  • Das Angebot Ihres Unternehmens: Ihre Dienstleistung oder Ihre Produkte
  • Die Prozesse und Strukturen des Unternehmens
  • Definieren Sie die (langfristigen) Ziele des Unternehmens und kommunizieren Sie Ihre Vision

Nur unter diesen Voraussetzungen können Veränderungen nachhaltig umgesetzt werden. Der Digital Leader muss die Macht haben Maßnahmen nicht nur ergreifen zu können sondern auch auf dessen Umsetzung zu beharren. Gehen Sie mit positiven Beispiel voran!

4. Vergessen Sie nicht auf Ihr Umfeld: Kommunizieren Sie!

Binden Sie Mitarbeiter und Partner in diesem Transformationsprozess mit ein.  Setzen Sie digital-affine Mitarbeiter an den Schlüsselpositionen ein. Damit lassen sich Digitalisierungs-Gegner leichter überzeugen. Wählen Sie Verantwortliche aus, die keine Angst vor Veränderungen haben und auch verstehen, was sie vermitteln sollen. Es ist besonders wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und Ihre Vision mittragen. Vergessen Sie nicht darauf, mit den Mitarbeitern und Partnern zu kommunizieren!

Der Mensch im Mittelpunkt: Erst dann gelingt Digitalisierung.

Der Einsatz neuer Technologien und Strategien alleine sind keine Garantie für den Erfolg eines Unternehmens. Entscheidend sind immer die Menschen darin. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen, sollten Sie die Menschlichkeit und das Miteinander immer in den Mittelpunkt stellen. Sorgen Sie für die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter, Partner und Kunden.

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter und sich selbst laufend! Die digitale Welt verändert sich rasch, daher empfehlen wir vor allem für Schlüsselpositionen regelmäßige Schulungsmaßnahmen durchzuführen.

Brauchen Sie Hilfe bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie? Dann kontaktieren Sie uns gerne. Wir sind Expertern und bieten individuelle Lösungen für Unternehmen. Mit der KMU Digital Beratungsförderung sparen sich bis zu 50 Prozent der Beratungskosten. Gerne erstellen wir im Vorfeld eine kostenlose Potenzialanalyse für Ihr Unternehmen.

By |2018-08-27T06:52:47+00:00August 28th, 2018|Allgemein|0 Comments

About the Author:

Jürgen Ebner, ist IT-Experte und zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Mit seinem Unternehmen ICTE bietet er Unternehmen nachhaltige Lösungen in der pro-aktiven IT Betreuung. Datenschutz und IT-Sicherheit sind ihm ein großes Anliegen!

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