Funktionsweise von Laserdruckern und Definition

Laserdrucker kennt jeder von uns, wie Laser-OPs, CD-Laser oder auch Laserschwerter. Wobei das letzteres eine Idee der Star-Wars-Erfinders ist und eigentlich nicht funktionieren kann, weiß normalerweise jeder von uns.

Aber wie ist es nun möglich, dass diese Laser, die im OP oder auf der Oberfläche von CDs, DVDs und Co für die Verformungen verantwortlich sind, Buchstaben auf das Papier zu zaubern? Wieso entstehen beim Drucken nicht Reliefs im Papier?

Laserdruck ist schon über 70

Der Laserdruck basiert auf dem Prinzip der Elektrofotografie und deren Patent wurde bereits 1937 angemeldet – der erste erfolgreiche Versuch fand 1938 statt. Das einzige Problem mit der allerersten Generation lag in der Modulierung des Laserstrahls – ursprünglich setzte man Glaslaser ein. Aber auch dem Problem bekam man schnell in den Griff.

Der erste eigentliche Laserdrucker stammt von Xerox und wurde 1959 erfunden. Nicht nur der Heim-Laserdrucker basiert auf der Lasertechnologie sondern auch Kopier-, Faxgeräte und ähnliches basieren meist auf dieser Technologie.

Trommel und Trommel – was ist eigentlich wofür?

Bildtrommel

Im Inneren des Laserdruckers finden Sie eine sogenannte Bildtrommel. Diese Trommel enthält eine photoelektrische Beschichtung. Beim Drucken wird ein Laserstrahl auf die Trommel gerichtet und bewirkt so eine Belichtung einzelner Bereiche. Jede Stelle, auf die der Laser trifft, wird positiv aufgeladen, dadurch entsteht eine elektronische Abbildung des Dokument, dass man Drucken möchte.

Ein Metalldraht, an den eine hohe Spannung angelegt wird, gibt der Trommel eine negative Aufladung. Diese Aufladung hält genauso lange an, bis die Trommel belichtet wird.

Das ebenfalls negativ aufgeladene Tonerpulver haftet genau an der Stelle an der Trommel, die vorhin belichtet und somit positiv aufgeladen wurde. Dieses Tonerpulver wird meist in einem separaten Bauteil (dem Toner oder Tonerkartusche) aufbewahrt und von dort der Trommel zugeführt.

Anschließend wird das Papier an der Trommel vorbei geführt und nimmt dabei das an der Trommel haftende Tonerpulver auf. Um den Effekt zu verstärken, lädt man  das Papier mit dem sogenannten Corona Draht positiv auf.

Fixiereinheit

Das Tonerpulver befindet sich jetzt zwar auf dem Papier, aber ist nur lose darauf aufgetragen. Das Problem ist, wenn Sie jetzt mit dem Finger darüber fahren würden, wäre das komplette Druckbild zerstört werden. Darum muss das Tonerpulver auf dem Papier fixiert werden. Mit Hilfe der Fixierwalzen presst man das Pulver auf das Papier und erhitzt es gleichzeitig. Dadurch brennt sich das Tonerpulver quasi ins Papier und lässt sich nicht mehr lösen. Anschließend läuft die Trommel noch an einer Reinigungsrolle vorbei, um Tonerpulverreste von der Trommel abzustreifen und aufzufangen.

Wie Sie aus der kurzen Beschreibung vielleicht schon erkennen können, sind bei einem Laserdrucker mehrere Komponenten als Verbrauchsmaterial notwendig. Dazu gehört das Tonerpulver, das für die Farbe im Druckbild sorgt. Diese Komponente müssen Sie oft ersetzen, da sie sich ja recht schnell – abhängig vom Druckaufkommen – verbraucht.

Aber auch die Bildtrommel muss von Zeit zu Zeit ersetzt werden, da sie ihre Eigenschaft der elektrischen Aufladung verliert. Bei den meisten Druckern ist das ca. die 5fache Lebensdauer einer Tonerkartusche.

Es kann auch sein, dass Sie bei entsprechendem Druckaufkommen auch mal den Corona Draht oder die Belichtungseinheit ersetzen müssen.

Vor-/Nachteile

Wie alles im Leben hat alles seine Stärken und Schwächen.

Vorteile

  • Resistenz und Langlebigkeit: Laserausdrucke sind sowohl lichtbeständig als auch feuchtigkeitsbeständig. Tintendrucke können schon mal verwischen, da sind Laserdrucke zuverlässiger
  • geringer Wartungsaufwand: Lange Standzeiten sind bei Tintenstrahldruckern schon mal schlecht, da die Düsen durch getrocknete Tinte verstopfen können.
  • Qualität: die ist bei Farblaserdruckern so hoch, dass man mittlerweile auf jedem Ausdruck ein unsichtbares Wasserzeichen gibt, das Dokumentenfälschungen vermeiden soll

Nachteile:

  • Fotodruck: gegenüber einen Tintenstrahldrucker mit Spezialpapier ziehen Laserdrucker in Sachen Farbspektrum und Kontrast den Kürzeren
  • Einsatzbereich: Aufgrund der Technik sind bestimmte Medien, wie Kartonagen, CDs, … nicht bedruckbar

Wir hoffen, Ihnen das Funktionsprinzip des Laserdruckers näher gebracht zu haben und sollten Sie noch Fragen haben, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Sollten Sie Verbrauchsmaterial oder einen neuen Drucker benötigen, schauen Sie doch auf unseren Online-Shop Druckwilli vorbei.